Salzgitteraner Chor daCapo gewinnt neue Mitglieder dazu
daCapo probt regelmäßig und engagiert. Foto: Marvin Weber

Salzgitteraner Chor daCapo gewinnt neue Mitglieder dazu

Flachstöckheim.  Neueinsteiger schätzen die professionelle Chorleitung und die freundliche Atmosphäre. Fünf große Projekte in 2020.

Salzgitter Zeitung online, 31.01.20, und Salzgitter-Zeitung, 01.02.20, Marvin Weber

Im Lied des Salzgitteraner Chores daCapo heißt es: „Chor ist Diktatur“ – da die Chorleitung alles vorgebe und den Chor steuere. Dieser Vergleich hinkt aber spätestens, wenn es um die Beliebtheit des Gesangs-Ensembles geht: daCapo ist nämlich sehr beliebt in der Stadt, im vergangenen Jahr sind zehn neue Mitglieder dazu gekommen.

Woran liegt das? Die Neu-Choristen begründen ihre Entscheidung etwa mit der Beständigkeit des Chores, aber auch der disziplinierten und dabei trotzdem freundlichen Atmosphäre.

Mitglieder arbeiten gern mit Chorleiterin Bisson

So zum Beispiel Ingrid Brennecke, die, wie viele neue Mitglieder, in unserer Zeitung vom Chorprojekt gelesen hat: „Ich habe es einfach mal ausprobiert. Ich mochte die anderen Mitglieder sofort – und die Kommunikation untereinander ist zwar professionell, aber auch sehr persönlich.“ Martin Ortius stimmt zu. Er wechselte zu daCapo, da der Chor näher an seinem Wohnort probt. Seitdem schätzt er die Arbeitsatmosphäre: „Materialien stehen immer parat und man muss nie nach irgendetwas fragen.“ Außerdem habe er großen Respekt für Chorleiterin Susanne Bisson: „Wir können alle von ihrer musikalischen Erfahrung lernen.“

Gerd Meiborg, Vorsitzender des Gesangvereins 1868 SZ-Flachstöckheim, in dem das daCapo-Projekt angesiedelt ist, fasst zusammen: „Die Vorbereitung ist stimmig und auf den Chor angepasst. Frau Bisson geht weg vom Mainstream und verzichtet auf Playback. Außerdem merkt man, dass sie die Stücke, die wir singen, komplett durchdrungen hat.“ Auf der Bühne stehe man dann nicht nur im physischen Sinne zusammen – ob bei gelungenen oder schlechteren Auftritten.

„Man merkt, was man aus sich herausholen kann“

Eine Gesangs-Herausforderung suchen auch Richard Malcherek und Natalie Merker. Malcherek kommt jeden Mittwoch aus Fredenberg nach Flachstöckheim zur Probe. „Ich war schon mal in einem anderen Chor, der hat mich aber nicht ausgelastet“, sagt er. „Musik ist für mich ein wichtiger Ausgleich – und den kann ich hier bei daCapo bekommen.“ Natalie Merker findet Spaß am stetig steigenden Anspruch: „Dabei merkt man, was man aus sich herausholen kann.“

Leiterin Bisson, die mittlerweile in mehr als 50 Chören tätig war, zeigt sich begeistert von ihrem Ensemble: „Engagement, Beständigkeit und Fortschritt, gegenseitiges Vertrauen – das habe ich noch an keiner Station so erlebt.“

Auch in diesem Jahr plant daCapo einige neue Projekte, etwa das große Mitsingen bei der Kanon-Andacht in St. Petri in Calbecht. Dies soll am 14. März um 17 Uhr in stattfinden. Offene Proben dafür gibt es jeden Mittwoch ab 19 Uhr im Vereinsheim des FC Flachstöckheim, Alte Landstraße 53.

Das nächste Mitsingprojekt ist dann für Ende Juni angesetzt, dabei geht es um das Leben und Schaffen von Paul Gerhardt. Ab dem 8. Mai laufen auch hierfür die offenen Proben – dieses Mal mit Start im Kloster Michaelstein in Blankenburg.

Weitere Termine: Friedens-Andacht am 5. September um 18 Uhr, Andacht zum Totensonntag und Mitsingprojekt am 21. November um 17 Uhr, Adventsandacht am 5. Dezember um 17 Uhr – allesamt in St. Petri in Calbecht.

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